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SBL Schwerin - Aktiv in der Landeshauptstadt

08.02.2021 • Liegenschaftsverwaltung und Staatlicher Hochbau
Das SBL Schwerin hat seinen Sitz in der Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns. Seine gegenwärtig 112 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erledigen von hier aus die Aufgaben im Staatlichen Hochbau für Land, Bund und Dritte; sie bringen zahlreiche Dienststellen des Landes, allen voran die Landesministerien, in ca. 140 dafür geeigneten eigenen oder angemieteten Liegenschaften unter und organisieren deren Bewirtschaftung.

Der Chef

Dem SBL Schwerin steht der Leitende Baudirektor Robert Klaus vor.

Seit dem 1. Oktober 2016 leitet der 41jährige Architekt und gebürtige Schweriner nach verschieden Stationen in der staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung die Geschicke des Amtes (ehem. Geschäftsbereich Schwerin mit Außenstelle Rostock des Betriebs für Bau und Liegenschaften M-V) vom Dienstgebäude in der Werderstraße 4 aus.

Ein besonderes Anliegen ist ihm die Gewinnung von Fach- und Führungskräftenachwuchs für die technische Verwaltung; er ist Prüfer beim Oberprüfungsamt für das technische Referendariat.

Privat engagiert er sich als Fördermitglied der Bundestiftung Baukultur.

Das Ziel

"Baukulturelle Werte schaffen, bewahren und behutsam weiterentwickeln" – in der Tradition der alten Baumeister und mit gutem fachlichem Know-how arbeiten wir an und in den gebauten Schätzen des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Wir sind die #vermoegenserhalter.

Das Liegenschaftsmanagement

Kernaufgaben des Liegenschaftsmanagements sind die Verwaltung und Bewirtschaftung der landeseigenen Grundstücke und oftmals denkmalgeschützten Gebäude in der Landeshauptstadt Schwerin sowie in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg.

Dabei stellen die derzeit 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Liegenschaftsdezernate bestehend aus Immobilienkaufleuten und Hausmeistern, Juristen, Ingenieuren und Technikern die bedarfsgerechte Unterbringung der Landesbehörden, allen voran die Staatskanzlei, die Ministerien und der Landesrechnungshof wie auch die Gerichte und Finanzämter, die Landespolizei sowie diverse Landesämter, sicher und organisieren Anmietungen für die Dienststellen. Nach jeder Wahl und der damit zumeist verbundenen Umstrukturierung der Ministerien organisiert das Liegenschaftsmanagement darüber hinaus die erforderlichen Umzüge innerhalb der Landesregierung.

Zur strukturierten Verwaltung der Liegenschaften ist das Liegenschaftsmanagement in verschiedene Bereiche gegliedert: „Kaufmännische Zentrum“, „Technisches Gebäudemanagement und technischer Betriebsdienst“, „Infrastrukturelles Gebäudemanagement“ sowie „Objektbetreuung“.

Der An- und Verkauf von Liegenschaften für Landeszwecke wie auch die Übernahme von Fiskalerbschaften werden operativ begleitet.

Von hier aus wird der Betrieb der technischen Anlagen vorbereitet, durchgeführt und überwacht. Zahlreiche Dienstleistungen für die Landesdienststellen, wie beispielsweise Bewachung, Reinigung, Hausmeisterleistungen, Grünanlagenpflege, Winterdienst und anderes mehr werden öffentlich ausgeschrieben und vergeben; allein im Jahr 2020 belaufen sich die Aufwendungen dafür auf rd. 19 Millionen Euro. Darüber hinaus vergibt das Amt Konzessionen für Behördenkantinen und stellt damit die Speiseversorgung der Landesbediensteten insbesondere in der Landeshauptstadt sicher.

Die derzeit neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Objektbetreuung sind für alle Fragen der operativen Bewirtschaftung zuständig und gehen behutsam und verantwortungsbewusst auf die besonderen Bedürfnisse der Nutzer ein; vor Ort werden sie dabei von 19 Hausmeistern und Pförtnern tatkräftig und zuverlässig unterstützt.

Im besonderen Fokus der Objektbetreuung liegen zweifelsohne die Staatskanzlei, die Ministerien und der Landesrechnungshof; darüber hinaus werden die Kulturinstitutionen, obere und untere Landesbehörden aber auch Dienststellen mit besonderen Sicherheitsaufgaben wie der Verfassungsschutz, das Landeskriminalamt, das Landesamt für innere Verwaltung, das Landesamt für zentrale Aufgaben und Technik der Polizei, Brand- und Katastrophenschutz und die Landespolizei sowie die staatlichen Aufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge im Stadtgebiet der Landeshauptstadt und dem ländlichen Raum der umliegenden Landkreise engagiert betreut.

Die Vermietung oder Verpachtung von Wohnungen, Erholungsgrundstücken, Veranstaltungsflächen und Gewerberäumen sind Sonderaufgaben im Nebengeschäft, deren Einnahmen gleichwohl den Landeshaushalt mit aktuell etwa 850.000 Euro entlasten.

Das Baumanagement für Land, Bund und Dritte

Mit den aktuell 53 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Baumanagement setzt das SBL Schwerin für das Land Mecklenburg-Vorpommern und die Bundesrepublik Deutschland in seinem Amtsbezirk sowie punktuell darüber hinaus ca. 350 Bauprojekte in einem Umfang von ca. 70 Millionen Euro um - im Jahr 2020.

Von der Wahrnehmung der Bauherrenaufgaben in den drei Dezernaten Projektmanagement mit den fachlichen Schwerpunkten Allgemeiner Landes- und Bundesbau, Schlösser und Gärten sowie Landtags-, Regierungs- und Kulturbauten bis zu den baufachlichen Aufgaben der Objekt- und Fachplanung in den zwei Dezernaten Servicemanagement sind die Architekten, technischen Zeichnerinnen, Techniker und Ingenieure des Amtes fachlich breit aufgestellt

Besonders sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei dem Erhalt von Baudenkmalen im kulturellen Erbe des Landes verpflichtet. Der Landtag, die Staatskanzlei und alle Ministerien sind schließlich in Baudenkmalen untergebracht, und mit der Alten Post in Schwerin ist ein weiteres Schmuckstück hinzugekommen, welches in den kommenden Jahren seinem originären Charakter entsprechend und für eine moderne Verwaltung geeignet hergerichtet wird. Die bedeutenden Kulturbauten des Landes wie das Mecklenburgische Staatstheater, das Galeriegebäude des Staatlichen Museums oder das Landeshauptarchiv mit ihren besonderen technischen Anforderungen werden ebenfalls kontinuierlich baulich unterhalten und entwickelt. – Die vom Land und der Landeshauptstadt angestrebte Eintragung in die UNESCO Welterbeliste betrifft dabei all diese Gebäude in einem hohen Maße.

Der aktuell anstehenden Erweiterung des historischen Gerichtsgebäudes am Demmlerplatz und in der unmittelbaren Nähe zum prämierten Dokumentationszentrum zu einem Justizzentrum bestehend aus Land-, Amts- und Fachgerichten ist ein Architektenwettbewerb vorausgegangen; künftig wird diese eine der prägnantesten Baumaßnahmen im Stadtbild werden.

Bis Ende 2019 waren die Schweriner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zudem erfolgreich für alle staatlichen Schlösser und Gartenanlagen in M-V zuständig; aber auch weiterhin liegt der Großteil der ehemals großherzoglichen Residenzen in deren denkmalerfahrenen Händen. So wird z.B. im Schloss Ludwigslust die umfangreiche Restaurierung der Innenräume fortgesetzt, während am Schloss Güstrow mit den Arbeiten an Dächern und Fassaden begonnen wurde. Aber auch die gebauten Schätze im ländlichen Raum, wie das Landgestüt Redefin, die Klosterkirche Dobbertin, die Slawenburg Groß Raden oder das älteste Forsthaus des Landes in Friedrichsmoor werden mit großer Sorgfalt baulich betreut.

Routiniert geht das Amt dabei mit den verschiedenen Förderprogrammen und ihren dynamischen Förderrichtlinien um. Durch die Einwerbung von Fördermitteln der Europäischen Union kann der Landeshaushalt in der laufenden Förderperiode allein um knapp 66 Millionen Euro entlastet werden.

Selbst die derzeit größte Baumaßnahme des Allgemeinen Landesbaus in M-V ist der Bewahrung der Geschichte und Identität gewidmet – der Neubau von Depots und Werkstätten für das kulturelle Erbe des Landes mit einem Gesamtvolumen von 75 Millionen Euro. Hier werden künftig die Schätze aus Kunst und Kultur für die Ewigkeit verwahrt.

Besonders vielfältig sind die oftmals kleinteiligen Bauaufgaben im Allgemeinen Landesbau – Neu- und Umbaumaßnahmen von Polizeigebäuden, bauliche Anpassungen von Gerichtsgebäude oder auch Sanierungen von Gebäuden für die Finanzverwaltung – hier kommt es auf das Detail an.

Das Bauen für den Bund hat im SBL Schwerin seinen Schwerpunkt in der Ernst-Moritz-Arndt-Kaserne Hagenow. Hier wurden in den letzten Jahren mehrere Neubauprojekte im Gesamtvolumen von ca. 33 Millionen Euro fertiggestellt. Künftig soll nun der Sitz des Landeskommandos, der Werderkaserne in Schwerin, ausgebaut werden. Das Multifunktionsgebäude der Marine in der Hansekaserne Rostock wurde in Schweriner Verantwortung angeschoben und wird nun von den Rostocker Kollegen einem erfolgreichen Ende zugeführt.

Sonderaufgaben liegen u.a. im umfassenden Altlastenmanagement, in der Grundwassersanierung in Schwerin-Krebsförden sowie der Kampfmittelbeseitigung auf Liegenschaften des Landes und des Bundes.

Die Struktur und das Personal

Im Schweriner Dienstgebäude und auf den Liegenschaften in seinem Zuständigkeitsbereich sind gegenwärtig 112 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig.

Dabei gliedert sich SBL Schwerin in einen Leitungsbereich mit den Aufgabenbereichen Geschäftsstelle, Haushalt und Grundsatz, Controlling und Bauaufsicht sowie sieben Fachdezernaten.

Das Amt ist somit die berufliche Heimat unterschiedlichster Professionen: Immobilien- und Betriebswirte, Architekten, Ingenieure verschiedener Fachsparten, Juristen, Hausmeister und Verwaltungsmitarbeiter leisten als Beamte oder Angestellte/Tarifbeschäftigte wertvolle Arbeit.

Regelmäßig werden Fach- und Führungskräfte zur Nachbesetzung oder auch zur Verstärkung des Teams gesucht. Zum Kennenlernen sind daher Hospitanten sowie Praktikantinnen und Praktikanten hier jederzeit willkommen; meist sind ein bis zwei im Hause tätig.

Das Dienstgebäude

Das SBL Schwerin hat wie seine Vorgänger, das Landesbauamt Schwerin und der Geschäftsbereich Schwerin des BBL M-V, seinen Hauptsitz in der Werderstraße 4. Das jetzige Dienstgebäude wurde ca. 1870 bis 1872 nach Plänen des Hofbaurats Georg Adolph Demmler als Quartierhaus III für das Großherzoglich Mecklenburgische Jäger-Bataillon Nr. 14 am Güstrower Tor errichtet und als Jäger-Kaserne bezeichnet. Mit der Erweiterung der Kaserne 1904 diente es als Wohnung für verheiratete Unteroffiziere und Jahrzehnte später als Stabsgebäude. Bis 1990 militärisch genutzt wurde das älteste Gebäude der Anlage 1994 aus dem Bereich der heutigen Werder-Kaserne ausgegliedert. Nach seiner Sanierung 1993 bis 1995 ist es Heimat der Schweriner Landesbaudienststelle geworden und bis heute geblieben. In der Werder-Kaserne hat das Landeskommando Mecklenburg-Vorpommern, seit 2007 die oberste territoriale Kommandobehörde der Bundeswehr in Mecklenburg-Vorpommern, seinen Standort.

Das SBL Schwerin in Zahlen und Fakten

Adresse 19055 Schwerin, Werderstraße 4
Telefon +49 385 509 87200
Leiter Leitender Baudirektor Architekt Robert Klaus
Mitarbeitende 112 (127 Stellen)
  Baubereich   53
  Liegenschaften   42
  Leitung und allgemeine Verwaltung   17
Ausgaben für Baumaßnahmen 2020 60 Millionen Euro
  Anzahl Bauaufgaben 350
  derzeit größtes Bauprojekt 75 Millionen Euro, Neubau von Depots und Werkstätten für das kulturelle Erbe des Landes M-V in Schwerin
  Anzahl Fördermaßnahmen 30
  Anzahl Förderprogramme 5
  Eingeworbene Fördermittel 65,7 Millionen Euro
  Anzahl baulich betreuter Liegenschaften 445
Anzahl bewirtschafteter Liegenschaften 300 (ohne Bund und Dritte)
  davon Anmietungen 89
  bewirtschaftete Grundstücksfläche 2.400.000 m²
  bewirtschaftete Fläche in Gebäuden 400.000 m²
  Ausgaben für Liegenschaftsbewirtschaftung 19,4 Millionen Euro
  Ausgaben für Anmietungen 6,3 Millionen Euro
  Anzahl Wohnungen & Apartments 190
  Einnahmen aus Vermietung/Verpachtung 825.000 Euro
Schwerpunktaufgaben
Stand: 13. August 2020

Struktur des SBL Schwerin

Amtsleiter
Robert Klaus | ☎ 0385 509 87200 | ✉ schreiben
Stellvertretung
Claudia Henning | ☎ 0385 509 87270 | ✉ schreiben
Presseanfragen
Robert Klaus | ☎ 0385 509 87200 | ✉ schreiben
Leiter der Geschäftsstelle
Karsten Mau | ☎ 0385 509 87212 | ✉ schreiben
Leiter Objektmanagement 1
Ingomar Gorniak | ☎ 0385 509 87330 | ✉ schreiben
Leiterin Objektmanagement 2
Liane Lidzba | ☎ 0385 509 87310 | ✉ schreiben
Leiter Projektmanagement 1
Eric Meller | ☎ 0385 509 87260 | ✉ schreiben
Leiterin Projektmanagement 2
Claudia Henning | ☎ 0385 509 87270 | ✉ schreiben
Leiterin Projektmanagement 3
Maxi Raithel | ☎ 0385 509 87332 | ✉ schreiben
Leiter Servicemanagement 1
Sven Schroeder | ☎ 0385 509 87350 | ✉ schreiben
Leiter Servicemanagement 2
Stand: 22. Februar 2021

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